Staat hilft religiöser Minderheit


Die Bochumer Initiative „Religionsfrei im Revier“ musste sich am 14. Dez. vor dem dortigen Amtsgericht verantworten.

d99Sie zeigt seit drei Jahren immer am sog. Karfreitag den Satire-Film „Das Leben des Brian“. Über den Plot gehen die Meinungen auch unter Säkularen auseinander. Aber zum Gerichtstermin kam es, weil an jenem Tage alle Unterhaltungsveranstaltungen gesetzlich verboten sind und das Bochumer Ordnungsamt mit einem Ordnungsgeld für Ordnung sorgen wollte, was diese aufmüpfige Initiative nicht hinnehmen will.

Eine Posse, könnte man denken, doch im Gesetz steht, dass die Bevölkerung an diesem Tag auf diesen Film sowie auf Musik, Sport, Tanz etc. verzichten soll – und statt dessen traurig sein. Da haben die Christen einen Dreh gefunden, das Verhalten der gesamten Bevölkerung mit Hilfe des Staates zu regulieren. Das Muster erinnert an die jüngst vom Bundestag beschlossene Kriminalisierung der Sterbehilfe.

IMG_1910Die Initiative „Religionsfrei im Revier“ gibt jedenfalls nicht klein bei, sondern macht sich nun auf dem Weg zum Bundesverfassungsgericht. Das soll entscheiden, ob das Feiertagsgesetz NRW gegen das Grundgesetz verstößt.

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Das Bild oben zeigt eine Filmszene, Foto von imago/EntertainmentPictures