Millionen verfolgter Christen!!


Das Märchen vom „Weltverfolgungsindex

Zeitungen titeln von „100 Millionen verfolgten Christen“ und Politiker zeigen sich entsetzt über das Schicksal der „am stärksten verfolgten Glaubensgruppe“ der Welt. Mit der Realität hat das alles nichts zu tun. Was ist geschehen: Einmal im Jahr erscheint der „Weltverfolgungsindex“ der evangelikalen Orgsanisation „Open Doors“.

Als die Terroristen in die Stadt eindrangen, malten sie als erstes ein „n“ an die Türen der Häuser. „n“ wie „Nasrani“. So werden Christen im Koran bezeichnet und so markierten die Kämpfer des selbsternannten Islamischen Staates jedes Haus, in dem sie einen der wenigen assyrischen Christen vermuteten, die die Stadt noch nicht verlassen hatten.

Im August letzten Jahres übernahm der IS die Kontrolle über die Stadt Qaraqush und vertrieb die letzten der einst Zehntausenden von christlichen Bewohnern. Der Fall ist nur einer von Unzähligen, in denen Christen im vergangenen Jahr verfolgt wurden. Ihrem Schicksal mehr Öffentlichkeit zu geben, ist das Ziel der christlichen Hilfsorganisationen Open Doors. 100 Millionen Christen würden zurzeit verfolgt werden, meldete diese am Mittwoch bei der Vorstellung ihres jährlichen Weltverfolgungsindex. Die Zahl ermordeter Christen habe sich 2015 von 4344 auf 7100 deutlich erhöht, die Angriffe auf Kirchen sogar verdoppelt. Ihre Negativ-Ranking von 50 Staaten zeigt: Besonders schlimm ist die Lage in islamischen und afrikanischen Staaten, aber auch in Nordkorea.

„Christen sind die am meisten verfolgte Glaubensgruppe der Welt“. So berichteten daraufhin viele große Medien und schlugen Politiker Alarm. Das Problem daran: Der Satz stimmt nicht. Denn so weit verbreitet der Bericht von Open Doors auch ist, so fragwürdig sind die Methoden der Organisation.

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