Eine etwas andere Hochzeitsfeier


Bekanntlich sind von Pastoren geschlossene Ehen vor dem Gesetz nichts wert. So gesehen kann auch der Vorsitzende des Deutschen Freidenkerverbandes (DFV), Klaus Hartmann, die „Rolle“ eines Pfarrers übernehmen:

Das Brautpaar saß mit zwei weißen Tauben in den Händen unter freiem Himmel, als Hartmann seine Rede hielt. Er vermied allerdings, die Haltung von Karl Marx zur Ehe auszuführen. Die Tauben wurden in die Luft entlassen und es wurde mit Sekt angestoßen – so geschehen auf dem UZ-Volksfest am 3. Juli in Dortmund. Ob Krimsekt oder Rotkäppchensekt blieb ungeklärt.

Nicht an dieser Hochzeit, aber an dem traditionellen Fest der DKP nahmen wieder tausende Menschen teil und nicht nur aus der Ruhrregion. Viele reisten gar aus dem Ausland an. Insgesamt hat das Fest schon eine eigene Prägung. Der nicht-kommerzielle Charakter dieses „Pressefestes“ verbietet Wurstbuden professioneller Händler.

Vielmehr sind Getränke- und Essensstände und das mehrtägige Kulturprogramm ausschließlich mit eigenen Kräften selbst organisiert. Rote Fahnen wurden geschwenkt und das Publikum klatschte begeistert, als die Musiker internationale Kampflieder sangen. So traten Künstler und Musikgruppen u.a. aus der Türkei und natürlich aus Kuba auf.

Warum sollte das nicht das richtige Setting für eine Hochzeit sein? Als Alternative zur Kirchenhochzeit erscheint es allemal tauglich.

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Foto: Gabriele Senft in jw 4.7.2016

Der ganze Bericht steht in der Jungen Welt

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