Aufstehen und Seebrücke … für Menschenrechte

Diese beiden aktuellen Bewegungen sind ein Lichtblick für zivilgesellschaftliche Proteste gegen rechte Politik. Mussten Fernsehzuschauer über eine längere Zeit in Talkshows häufig fremdenfeindliche Ressentiments als angeblich besorgte Stimme aus der Bevölkerung zur Kenntnis nehmen, so sind inzwischen Zigtausende gegen Menschen verachtende Äußerungen nicht nur seitens des AfD-Führungspersonals auf die Straße gegangen.

In vielen Städten gründen sich Ortsgruppen der „Seebrücke“, die für die Seenotrettung im Mittelmeer und für die Aufnahme von Geflüchteten demonstrieren. Gegenüber dem Rechtsruck können auch mittels der „Aufstehen“-Initiative Grenzen sichtbar gesetzt werden. Gegen Geflüchtete zu hetzen, bringt keine Stimmen mehr, sondern Stimmverluste, schwant nun auch der CSU.

Wenn sich die „Seebrücken“- Bewegung hält und bis zum Herbst an Stärke gewinnt, wäre es gar ein fruchtbares Zusammentreffen mit „Aufstehen“ denkbar. Diese Initiative thematisiert ihrerseits die soziale Frage. Am Ende bringt die „Seebrücke“ die nötige Dynamik und die „Aufstehen“-Sammlungsinitiative den nötigen Druck zu einer Neusortierung des Parteien-Gefüge von unten.

Der Ruf nach Beachtung der Menschenrechte würde auch in unserem Land eine stärkere Stimme bekommen.

Quelle: nach Elsa Koester im „freitag“ am 07.08.2018

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