Die Kirchen, eine schweigsame Familie


Eine neue Studie belegt schockierende Ausmaße des Kindesmissbrauchs in der katholischen Kirche. Diese von der deutschen Bischofskonferenz initiierte Studie eröffnet Blicke in Abgründe. Sie verdeutlicht die Existenz einer mächtigen, verschwiegenen und abgehobenen Parallelgesellschaft.

Diese Parallelgesellschaft Kirche schützt demnach sexuelle Obsessionen von Teilen ihres Personals, sondern nutzt auch ihre gesellschaftliche Position zur eigennützigen politischen Einflussnahme. Zum massenhaften Kindesmissbrauch gesellen sich bekanntlich weitere kriminelle Aktivitäten wie Geldwäsche, Mafia-Kollaboration, Terrorfinanzierung, neoliberale Propaganda, Nähe zu zahlreichen Despoten – nicht nur im Mittelalter.

Carsten Frerk schreibt dazu in der „Wirtschaftswoche“: „Kirchen haben 34 Lobbybüros in Deutschland, die Einfluss ausüben auf Politik und Meinungsmacher. Das ist völlig in Ordnung und Teil unserer gelebten Demokratie. Aber die frühe Einbindung der Kirchen in die Gesetzgebungsprozesse ist seit Jahrzehnten andauernde Praxis – das Gegenteil von Demokratie.“ So helfen die Kirchen als PR-Profi aktiv beim Abbau des Sozialstaats, obwohl sie dieses gelegentlich kritisieren.

Jedoch gab und gibt es im Umfeld auch der katholischen Kirche beeindruckende Einzelpersonen, häufig wird wichtige soziale Arbeit verrichtet. Viele individuell Gläubige beteiligen sich aus besten Beweggründen.

mehr dazu bei Nachdenkseiten (13.09.2018)

Advertisements