Wem gehört der Staat?


Säkulare „Buskampagne 2019“ kommt

„Wem gehört der Staat?“ 100 Jahre nach der Verabschiedung der Weimarer Verfassung und 70 Jahre nach dem Inkrafttreten des Grundgesetzes muss Schluss sein mit der verfassungswidrigen Privilegierung der Kirchen sowie mit der religiös bedingten Beschneidung bürgerlicher Freiheiten von der Wiege bis zur Bahre.

Die Verurteilung der Ärztin Kristina Hänel hat in den letzten Monaten Tausende von Menschen dazu gebracht, auf die Straße zu gehen, um gegen die Gängelungen des § 219a StGB und für eine Stärkung der Selbstbestimmungsrechte ungewollt schwangerer Frauen zu demonstrieren. Doch § 219a StGB ist kein Einzelfall: Es gibt in Deutschland unzählige Gesetze, welche die Freiheiten der Bürgerinnen und Bürger aufgrund von überkommenen religiösen Normen einschränken, obwohl dies gegen fundamentale Bestimmungen der Verfassung verstößt.

Schwerpunktthema der Giordano-Bruno-Stiftung für das Jahr 2019 lautet „70 Jahre Grundgesetz – 100 Jahre Verfassungsbruch“. In diesem Zusammenhang wird es auch zu einer Neuauflage der „säkularen Buskampagne“ kommen, die 2009 unter dem Motto „Gottlos glücklich“ für Schlagzeilen sorgte. Motto und Konzept der diesjährigen Buskampagne in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt. Über „Kirchenrepublik Deutschland“ und die Frage, wie die weltanschauliche Schieflage des Staates behoben werden könnte, wird bereits seit Jahren diskutiert.

Der Politikwissenschaftler Carsten Frerk hat den christlichen Lobbyismus und die Vermögensverhältnisse der Kirchen wie kein anderer deutscher Forscher aufgedeckt. Der Bestsellerautoren Philipp Möller hatte vor zehn Jahren als deren Pressesprecher die säkularen Buskampagne 2009 öffentlich begleitet.

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