RiBeL–Grundsätze


Diese RiBeL-Grundsätze wurden eingehend diskutiert und am 10. Nov. 2014 im Konsens verabschiedet:

Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen, dessen Lebenssinn und Verantwortung darin liegt, für sich selbst und alle anderen Menschen eine friedliche und sozial gerechte Zukunft zu gestalten. (1)

Die Würde des Menschen und sein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben sind unantastbar; das Leben ist einmaliges und unveräußerliches Menschengut. Ebenso achtet er andere Lebewesen und setzt sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein. (2)

Wir ächten die Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung. Das Recht auf Selbstverteidigung in Notfällen ist davon nicht berührt. Kriege um wirtschaftliche Macht lehnen Religionsfreie strikt ab. (3)

Religionsfreie Menschen treten für Geistes-, Glaubens- und Gewissensfreiheit ein; sie wenden sich gegen die Diskriminierung von Menschen wegen ihres Geschlechtes, ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Ausrichtung und ihrer Weltanschauung. (4)

Das RiBeL-Forum ist parteipolitisch unabhängig, sucht aber Verbündete in der Politik für einen säkularen Staat.

Wir stehen zu den Erkenntnissen der empirischen Wissenschaft und lehnen Pseudo-Wissenschaft, Mystizismus und jegliche religiöse Deutung der Evolutionsgeschichte ab; sie stehen dafür, ein Leben frei von religiösen Leitgedanken führen zu können.

Religionsfreie gehen davon aus, dass eine Welt der Freiheit, des Friedens und des Glücks nicht von „höheren Wesen“ oder „fremden Mächten“ abhängt, sondern nur durch eine selbstbestimmte und aus eigener Kraft errichtete Zukunft der Menschen geschaffen werden kann.

… zur weiteren Diskussion

  1. Bezug auf die Menschenrechtserklärung der UNO
  2. Hinweise zum Artenschutz; b. Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen
  3. Klärung: physische – psychische Gewalt; direkte – strukturelle Gewalt; b. Haltung zum Gewaltmonopol z.B. der UNO
  4. Hinweis auf „Humanismus“

Außerdem werden diese Forderungen als besonders wichtig angesehen

  • Schaffung von öffentlicher Anerkennung und Akzeptanz für religionsfreie Menschen und deren weltlich-humanistische Wertvorstellungen
  • mehr öffentliche Einrichtungen für Konfessionsfreie und freie Entfaltung in ihren Wunschberufen
  • Anlauf- und Kontaktstellen für Religionsfreie zum Meinungsaustausch und Ideenkonsens
  • religionsfreie und aufklärerische Erziehung von Kindern mit alternativen Festen
  • Propagierung einer wissenschaftlichen und humanistischen Weltanschauung ohne religiöse Mystifizierung
  • Abgrenzung zu allen Religionen durch offenes, argumentativ fundiertes und freundliches Auftreten
  • Zurückdrängung offener und unterschwelliger Einmischung kirchlicher Institutionen in den Alltag und die Meinungsfreiheit der Menschen
  • Abschaffung der Kirchensteuer
  • konsequente Trennung von Staat und Kirche sowie die Trennung von Schule und Kirche
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